Am 07.08.2010 wurde für mich ein kleiner Traum wahr und ich konnte gleich zwei Sachen von meiner inneren “To-Do”-Liste meiner Dinge, die ich machen möchte, solange ich an der Nordsee wohne streichen. 1) eine Wattwanderung machen und 2) in einem Heuhotel schlafen. Beides erledigt und abgehaken. Hier die ganze Geschichte – natürlich mit und in Bildern.
So, als erstes meine selbstgebastelte Karte des Trips. Start und Ziel war Sahlen
burg in der Nähe von Cuxhaven. Von dort ca. 10 km durch das Watt zur Insel Neuwerk. Am nächsten Tag mit der “MS Flipper” nach Cuxhaven. Von Cuxhaven aus ging es dann mit dem Bus über Duhnen zurück nach Sahlenburg, wo dieser netterweise direkt am Parkplatz hielt. Es war ein ziemlich cooler Trip, insbesondere auch oder gerade wegen der super netten Begleitung. Ohne ihn wäre es schon doof gewesen *G*.
Für alle, die jetzt was über die Insel wissen wollen:
Neuwerk gehört zu Hamburg und seit 1990 auch zusammen mit dem umliegenden Watt und den Inseln Scharhörn und Nigehörn zum Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer. Auf der Insel leben nur ca. 40 Einwohner. Sie ist ca. 3 Quadratkilometer groß und man kann sie in gut einer Stunde umrunden. Zur Insel gelangt man per Pferdewagen, Fähre, Hubschrauber oder eben zu Fuß.
Das imposanteste Gebäude der Insel ist wohl der 1310 erbaute Leuchtturm. Der Eintritt von nur 2,- € und das Erklimmen der 138 Stufen(!) lohnt sich in jedem Fall bei schönem Wetter, da man von der Plattform aus einen tollen Rundblick über die Insel hat. Neben dem Leuchtturm ist die “Ostbake” wohl das mittlerweile berühmteste “Bauwerk” der Insel. Die Ostbake ist ein Seezeichen, welches bereits seit 1635 in den Seekarten auftaucht. Die “alte” Ostbake wurde am 19.01.2007 durch den Orkan Kyrill zerstört. Seit 2009 ziert Neuwerk allerdings eine “neue” Ostbake, welche größtenteils durch Spenden finanziert wurde. Die Ostbake hat, wie man unten auf den Bildern sehen kann eine Runde Form. Hierneben gibt es noch die Nordbake, die eckig ist und wie der Name schon sagt, im Norden der Insel zu finden ist.
Impressionen vom Weg zur Insel:



Im Watt gibt es jedoch bei so einer Wattwanderung nicht nur Fußgänger, sondern auch Reiter und Pferdewagen. Hier einige Bilder. Auf die Pferdewagen-Insassen war ich nach dem ic
h wiedermal bis zum Bauchnab
el im Wasser stand
scho
n sehr neidisch.

Erste Eindrücke von der Insel. Am besten gefiel mir übrigens die “Fußwaschstation” – endlich kein Schlick mehr an den Füßen!!!
links: Ostbake
rechts: Nordbake
ganz rechts: in der linken Scheune war das Heuhotel, in der rechten (roten) Scheune Toiletten und Duschen.
Besonders zu erwähnen ist auch noch der “Friedhof der Namenlosen”. Hier wurden seit ca. 1317 die angespühlten namenlosen Leichen begraben, damit auch diese Menschen eine letzte würdige Ruhestätte haben.



Zum Abschluss noch der Spruch, welcher auf dem Grabstein auf dem “Friedhof der Namenlosen” geschrieben steht:
“Heimatlos wie weh das klingt.
Namenlos in’s Grab gesenkt.
Das kein Mutterarm umschlingt,
dem kein Bruder Blumen schenkt.
Ach, im Wind, der diesen Stein
diesen Hügelsand umweht,
wird manch banges klagen sein,
das euch weinend suchen geht.
Aber reiht sich himmlisch schön,
nachtens oben Licht an Licht,
laut’s wie Trost aus jeden Höh’n:
Heimatlos seid ihr nicht!”

















